dirk bell

Biografie

Dirk Bell ist Musiker, Musiklehrer und Musikwissenschaftler. Er lebt und arbeitet in Köln. In den frühen 80er Jahren, nach einer kurzen Karriere als Folkmusiker und Unterricht bei Paul Shigihara (klass. Gitarre) und Michael Heupel (Flöte), ging er nach Los Angeles, um Jazz bei Pat Martino zu studieren. Er war dort auch Schüler von John Abercrombie, Joe Diorio, Steve Trovato und spielte mit Musikern wie Jean M´ba (Guesch Patti, Higelin) Gary Garofalo (Joan Armatrading), Thiery Hochstatter (Youssou n`Dour) und Claude Buri. In Bonn studierte er Musikwissenschaften mit dem Schwerpunkt musikalische Akustik bei den Professoren Martin Vogel und Rainer Kadenbach, und seitdem ist das Thema Intonation und reine Stimmung ein Hauptschwerpunkt seiner Arbeit. Seit 2003 lernt er Kontrapunkt bei Misha Mengelberg.

Gegen Ende der 80er zwang ihn eine langwierige Krankheit zur Auseinandersetzung mit verschiedenen Heilmethoden, er studierte die Methode von Moshe Feldenkrais, Kinesiologie,Yoga, Tai Chi, mit Lehrern wie Konrad Schönnenbeck, Sri S. Rajakopalam und Ferenc Könyves-Toth. Aus dieser Arbeit entstand eine eigene Methode, die sich den Problematiken der Bewegungen beim Musizieren widmet- „Moving in Music“ bildet seitdem einen festen Bestandteil seines Unterrichtskonzepts.

Von 1990 bis 2001 war Dirk Bell als Dozent für Gitarre an der Frankfurter Musikwerkstatt tätig, mit Schwerpunkten auf Jazz- und Pop Gitarre, Blattlesen, Bandclinics, und einer speziellen Klasse mit dem Thema Rhythmus und Phrasierung.

Seit Mitte der 80er Jahre ist Dirk Bell auf deutschen Bühnen und Festivals zu hören, mit Bands wie VBM (Paul Hubweber Karl Ludwig Hübsch) Kosmos Hotel (mit Norbert Stein) Steve Bohn´s String Theory, Alphawellenreiter (mit Ryan Carniaux), AAD- unter Anderem auf dem Kölner Jazzhausfestival, bei den Tagen für Neue Musik Giessen, auf dem Jazzfest München, auf der 1. Kölner Triennale u.v.m. Die XXII. Halleschen Tage für neue Musik sahen die Uraufführung seiner Komposition „Zenzi´s Chummer“. Dort war er auch an der Uraufführung von „For my friends“ von Wladimir Iliew beteiligt.

Zur Zeit lebt und unterrichtet er in Köln und produziert Musik im "subsonics" - Tonstudio, auch für Theater und Film („Maria Stuart“ mit Verena Plangger und Juliane Ledwoch ,“Neander-Jin“ von Florian Steinbiß). Aktuelle Projekte heißen Alphawellenreiter, Gramophonics, Cologne Funeral Orchestra, und Kosmos Hotel.

Dirk Bell